Gerling Quartier

Neuer Hausherr im Gerling-Quartier

Immofinanz Group übernimmt Frankonia-Anteile an Objektgesellschaft

Längst ist das Projekt von der Planung in die Phase der Umsetzung übergegangen. „Der Zug ist auf die Schiene gesetzt“, wie es Uwe Schmitz, Vorstandsvorsitzender der Frankonia Eurobau AG, formulierte. Nun sei er zuversichtlich, dass das Gerling-Quartier auch weiter wie geplant Gestalt annehme, sagte der Projektentwickler, der gestern die volle Verantwortung für das Gelingen des Vorhabens in die Hände seines bisherigen Partners, der Immofinanz Group mit Sitz in Wien, legte. Bislang waren beide Unternehmen zu gleichen Teilen an dem Joint Venture beteiligt.

Nach einer Neuaufstellung im Management verfolge die Immofinanz Gruppe die Strategie, Beteiligungen dieser Art entweder zu veräußern oder die Projekte vollständig zu übernehmen, wie eine Unternehmenssprecherin erklärte. Über den Preis für die Übernahme der Frankonia-Anteile an der gemeinsamen Objektgesellschaft sei Stillschweigen vereinbartworden.Erhabedas Projekt mit großem persönlichen Engagement, mit Leidenschaft und viel Herzblut betrieben, unterstrich Uwe Schmitz. Erhabedabeiauchstets auf die qualitätvolle Ausführung der architektonischen und städtebaulichen Pläne geachtet und gehe davon aus, dass die Immofinanz das Projekt nun allein mit gleichem Anspruch fortführe.

„Die Planungen sind festgezurrt, die Finanzierung steht auf absolut sicheren Füßen, und die Immofinanz wird sich auch gegenüber den Vertragspartnern wie den Käufern, den Architekten und der Stadt als treu erwiesen“, meint Schmitz. Das betont auch Immofinanz- Chef Eduard Zehetner: „Wir sind uns der Verantwortung gegenüber der Stadt Köln, den künftigen Wohnungseigentümern und natürlich auch gegenüber unseren Investoren bewusst.“ Das Unternehmen werde deshalb alles daran setzen, dasneueStadtquartier zügig und erfolgreich fertig zu stellen.

Die börsennotierte ImmofinanzGruppebesitztnacheigenen Angaben derzeit mehr als 1820 Immobilen und einen Buchwert von rund 10,36 Milliarden Euro. Die restlichen Investitionen in das Quartier belaufen sich auf rund 213 Millionen Euro, die von der Immofinanz als Eigenkapitalgeber und der Sparkasse KölnBonn als finanzierende Bank aufgebracht würden.

Das Kölner Frankonia-Team wird sich laut Schmitz künftig der Entwicklung des Düsseldorfer Andreas-Quartiers widmen – ein ähnlich ambitioniertes Stadtentwicklungsprojekt undübrigensauchein früheres Joint Venture beider Firmen, aus dem sich aber die Immofinanz zurückgezogen hat.

Christian Deppe

6. September 2012