Gerling Quartier

Frankonia verkauft Anteil am Gerling-Quartier an Immofinanz

Bis Ende 2014 soll das Gerling-Quartier fertiggestellt werden.

Die Frankonia Eurobau hat ihren 50%-Anteil am Gerling-Quartier in Köln an ihren bisherigen Partner, die Wiener Immofinanz Gruppe, verkauft. Der Grund: Die Österreicher hatten im vergangenen Jahr auf die Strategie umgeschwenkt, entweder die Mehrheit an Joint Ventures zu übernehmen oder ihre Anteile zu veräußern.

"Immofinanz stellt das Eigenkapital zur Verfügung. Für uns wäre es schwer geworden, neue Eigenkapitalpartner zu finden", begründet Frankonia-Vorstandschef Uwe Schmitz den Verkauf. Schmitz zufolge stellt Immofinanz zur Finanzierung des Gerling-Quartiers, dessen Gesamtinvestitionsvolumen er auf etwa 400 Mio. Euro beziffert, rund 80 Mio. Euro Eigenkapital zur Verfügung. Frankonia habe keine eigenen Mittel, dafür aber Leistungen als Projektentwickler erbracht, deren geldwertes Volumen er mit etwa 8 Mio. Euro angibt. "Wirtschaftlich ist der Anteilsverkauf ein mehr als auskömmlicher Deal", sagt Schmitz, ohne genaue Zahlen zu nennen.

Im Gerling-Quartier werden insgesamt 139 Wohnungen mit 94.000 qm Wohnfläche und 45.000 qm Büro- und Hotelfläche entstehen. Der Grundstein wurde im Oktober vergangenen Jahres gelegt, bis Ende 2014 soll das Projekt fertiggestellt werden. Immofinanz zufolge belaufen sich die noch anstehenden Investitionen auf 213 Mio. Euro, Fremdkapitalgeber ist die Sparkasse Köln/Bonn. Das Projekt Gerling-Quartier ist nicht das erste, bei dem Immofinanz und Frankonia getrennte Wege gehen. Ende April hatten die Wiener das Projekt Panta Rhei (ca. 40 Mio. Euro) am Düsseldorfer Flughafen komplett übernommen, das Andreasquartier in Düsseldorf (315 Mio. Euro) holte sich Frankonia. Partner sind die beiden Unternehmen damit nur noch bei dem Projekt Königskinder (Düsseldorf, rund 102 Mio. Euro).

"Immobilien Zeitung", Christine Rebhan

6. September 2012