Sophienterrassen

Auf den Punkt gebracht

Viertes Rendezvous Sophie mit Hamburgs CDU-Fraktionschef Dietrich Wersich

Aller guten Dinge sind vier: Erneut bewies das Rendezvous Sophie seinen besonderen, hochkarätigen Charakter: Kommunikation mit Niveau - zwanglos, jedoch zielorientiert. Mit Hamburgs CDU-Fraktionschef Dietrich Wersich stellte sich wieder ein namhafter Hanseat mit Hintergrundwissen der Diskussion im handverlesenen Kreis.

Wie schon bei der Premiere mit dem früheren Bürgermeister Dr. Klaus von Dohnanyi (SPD), Runde zwei mit Hamburgs Oberbaudirektor Professor Jörn Walter sowie dem dritten Durchgang mit Eimsbüttels Bezirksamtsleiter Dr. Torsten Sevecke wurde auch die vierte Zusammenkunft in den stilvollen Räumen der „Villa Sophie“ am Mittelweg dem Anspruch gerecht. Vor Ort ist Bauherr Frankonia Eurobau auf bestem Wege, mit den Sophienterrassen eines der bedeutendsten Immobilienprojekte der Hansestadt zu realisieren.

Der langjährige Senator und Zweite Bürgermeister der Hansestadt ging im Anschluss an seine Eingangsworte keiner Frage aus dem Weg. „Wir brauchen in Hamburg Wohnraum aller Art – auch im Spitzensegment“, sagte Wersich. „Die Hamburger sind empfindlich in Sachen Bebauung, daher darf nicht zum Großsiedlungsbau zurückgekehrt werden.“ Das Motto, Wohnen um jeden Preis bezahlbar machen zu wollen, halte er für bedenklich. Weil dabei – auch durch staatliche Subventionen – teilweise Wohnraum gefördert werde, „den eigentlich gar keiner bezahlen kann“.

Diese Thesen dienten als Vorlage für eine gehaltvolle Diskussion. Gut 30 Gäste waren präsent, darunter der Vorstandsvorsitzende der Frankonia Eurobau AG, Uwe Schmitz, sowie sein Vorstandskollege Werner Thielemann. Nach fast drei Stunden verabschiedeten sich die letzten Besucher aus der Villa. Kein Wunder bei dem Gesprächsstoff: Dietrich Wersich hatte außerdem Themen wie Einsparungen im Wissenschaftsbereich, Familienpolitik, Hamburgs Zukunft als Metropole sowie aktuelle Punkte wie Elbphilharmonie und Elbvertiefung gestreift.

Der CDU-Politiker, der von Haus aus Arzt ist und das Altonaer Theater sowie die Kammerspiele dirigierte, erwies sich als exzellenter Kenner des Stadtteils Harvestehude. Kein Wunder: Der von ihm mehr als ein Jahrzehnt geführte Ortsverband Eppendorf seiner Partei liegt in der Nachbarschaft.

Nach Ende der Diskussion, die erneut vom renommierten Wirtschaftsjournalisten Dr. Franz Wauschkuhn geleitet wurde, ging die Debatte lebhaft weiter. Als nächster Rendezvous-Gast im Frühjahr 2013 ist Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) geladen. Dietrich Wersichs Worte in der Villa Sophie hallen nach: „Ich finde es sehr positiv, dass man das Thema Politik wieder in die Salons holt.“

19. November 2012