Findling auf Baustelle am Schinkelplatz geborgen

Schinkelplatz Berlin

Zur Zeit wird auf der neuen Frankonia-Baustelle in Berlin am Schinkelplatz der Baustellenaushub vorgenommen. Dabei fanden Bauarbeiter einen circa 120 cm x 80 cm großen Findling. Seine Herkunft ist unklar. Der Findling wird separat gelagert. Aktuell wird geprüft, ob er später in den gärtnerischen Außenanlagen einen Platz findet. Der große Findling ist nicht das erste Fundstück. Bereits im Dezember 2015 stießen die Bauarbeiter auf Gründungsmauern aus dem 16. und 17. Jahrhundert. FRANKONIA ließ die Steine behutsam abtransportieren und einlagern. Geplant ist eine Integration der Mauerreste in das Projekt. Der Findling und die Mauerreste sind derzeit die einzigen Belege der Siedlungsgeschichte der Stadt. Auch bei den Vorbereitungen für die Fundamente des Berliner Stadtschlosses wurden Überreste von Holzgründungen gefunden. Seit 2014 tauchen in den Koordinaten Alexanderplatz, Gendarmenmarkt, Schlossplatz und Mühlendamm immer mehr Funde – Knochen, Gräber, Mauerreste – auf, die das Berliner Landesdenkmalamt dokumentiert. Die Bauleitung wurde angehalten, bei den weiteren Aushubarbeiten jedes Fragment zu melden. Im Einzelfall wird über die Verwendung der Fundstücke entschieden.

01. März 2016