MUTTER-EY-SKULPTUR




Mutter Ey kommt bald nach Hause: Bronzestatue nach Entwurf von Bert Gerresheim für den neuen Mutter-Ey-Platz fast vollendet.

Der neue Mutter-Ey-Platz zwischen Andreas Quartier und Neubrückstraße wird in Kürze feierlich eingeweiht und soll durch eine 2,50 Meter hohe Bronzeskulptur der berühmten Düsseldorfer Gastwirtin, Galeristin und Kunstförderin Johanna „Mutter“ Ey gekrönt werden. Ein Blick hinter die Kulissen der Werkstatt von Prof. h. c. Schmäke zeigt: Schon bald ist es soweit.

Johanna Ey eröffnete zwischen 1907 und 1910 neben der Kunstakademie an der Ratinger Straße eine Backwaren- und Kaffeestube, die sich bald zum Treffpunkt von Musikern, Malern und Intellektuellen entwickelte. Dort gab sie minderbemittelten Studenten und Künstlern regelmäßig Kredit und stellte deren Werke in ihrer benachbarten Galerie an der heutigen Heinrich-Heine-Allee aus. So wurde sie schnell über die Stadtgrenzen hinaus als die „Mutter“ der Düsseldorfer Kunstszene bekannt und berühmt und galt bald als die meist gemalte Frau Deutschlands – unter anderem zu bewundern in Werken von Otto Dix und Max Ernst.

Unter der Schirmherrschaft von FRANKONIA EUROBAU und der Düsseldorfer Jonges entwarf nun der renommierte Düsseldorfer Bildhauer Bert Gerresheim, bekannt unter anderem durch das Heine-Denkmal am Schwanenmarkt, das Kolbe-Kreuz an der Rochuskirche und das berühmte Stadterhebungsmonument am Burgplatz, eine 2,50 Meter hohe Bronzeskulptur der Mutter Ey. Die Ausführung der Skulptur, die in Kürze abgeschlossen sein und zur feierlichen Eröffnung des Mutter-Ey-Platzes enthüllt werden wird, übernahm Prof. h.c. Karl-Heinz Schmäke, ehemaliger Dozent für Bildhauerei an der Kunstakademie. In seiner Kunstgießerei entstanden schon Werke von Markus Lüpertz, Gerresheims Stadterhebungsmonument und der goldene Nagel von Günther Uecker am Köbogen.

Am neuen Mutter-Ey-Platz im Herzen der Altstadt wird bald Johanna „Mutter“ Ey an ihrer alten Wirkungsstätte neue und alte Altstadtbesucher und -bewohner begrüßen. Dort lädt sie Kunst- und Kulturinteressierte zum Besuch des neuen „Mutter-Ey-Cafés“, der „Ratinger Freiheit“ oder einer der exquisiten Cafés, Restaurants und Lounges in der öffentlichen Eingangshalle des Andreas Quartier an der Mühlenstraße ein, dem neuen „Wohnzimmer Düsseldorfs“.

23. November 2016