Nordbahnhof

Frankonia Eurobau übergibt Nordbahnhof-Carré an Deutsche Bahn

Berlin, 9. Mai 2011. Am Berliner Nordbahnhof befindet sich seit heute der größte Immobilienstandort der Deutschen Bahn in Deutschland. Der Neubau des Nordbahnhof-Carrés wurde durch Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Wohnungswesen, Ingeborg Junge-Reyer, Senatorin für Stadtentwicklung des Landes Berlin, Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, und Uwe Schmitz, Vorstandsvorsitzender des Bauherrn Frankonia Eurobau, eröffnet.

Im Nordbahnhof-Carré werden 1.300 Mitarbeiter arbeiten. Zusammen mit den 2.400 Arbeitsplätzen im benachbarten Stettiner-Carré, das im Jahr 2005 bezogen wurde, ist damit auf dem traditionsreichen Gelände des ehemaligen Stettiner Bahnhofs der zahlenmäßig bedeutendste Immobilienstandort der DB in Deutschland entstanden.

Dr. Peter Ramsauer: „Berlin war einst Bahnmetropole. Mit Teilung und Mauerbau wurden die großen Kopfbahnhöfe allerdings stillgelegt und dann abgerissen. Das Gelände um den Nordbahnhof wurde leer geräumt und zum Grenzstreifen umfunktioniert. Der neue DB Standort trägt jetzt dazu bei, dass dieses Quartier wieder mit Menschen und Leben erfüllt wird. Ich freue mich als für die Bahn und für Stadtentwicklung zuständiger Minister, dass die DB AG an diesem historischen Ort zur Heilung städtebaulicher Wunden beiträgt."

Dr. Rüdiger Grube: „Mit dem Bezug des Nordbahnhof-Carrés am Ort des ehemaligen Stettiner Bahnhofs setzt die Bahn ein starkes Signal. Vor dem Krieg fuhren die Berliner von hier an die Ostsee - heute ist der Bürostandort am Nordbahnhof ein deutliches Bekenntnis der DB zu Berlin, dem Sitz unseres Unternehmens."

Ingeborg Junge-Reyer: „2009 habe ich der Frankonia Eurobau im Rahmen der Immobilienmesse in Cannes die Baugenehmigung für das Nordbahnhof-Carré überreicht. Heute bezieht die Deutsche Bahn das Gebäude und nutzt damit die Standortvorteile der Hauptstadt. Aber auch Berlin profitiert von dieser Entscheidung: die insgesamt 3700 Arbeitsplätze im Nordbahnhof- und Stettiner-Carré werden das Viertel rund um den Haupt- und Nordbahnhof beleben."

Das siebengeschossige Gebäude steht auf einer Fläche von rund 9.600 m² - das entspricht etwas mehr als einem Fußballfeld. Die Bürofläche umfasst 37.000 m².

Der Projektentwickler Frankonia Eurobau AG und sein Eigenkapitalpartner LVM Versicherung Münster haben das von ihnen errichtete Gebäude im Jahr 2010 an den Immobilienfonds Euroffice der französischen Investmentgesellschaft AEW veräußert. Die Deutsche Bahn ist langfristiger Mieter des Objekts.

Uwe Schmitz, Vorsitzender des Vorstands der Frankonia Eurobau AG: „Das Nordbahnhof-Carré ist das erste nach LEED Gold zertifizierte Bürogebäude Berlins und damit eines der richtungweisenden Green Buildings der Hauptstadt."

Die Schlüsselübergabe an Dr. Rüdiger Grube erfolgte durch Uwe Schmitz, Vorstandsvorsitzender der Frankonia Eurobau AG, Gerhard Laumann von der LVM sowie Christian Delaire, CEO von AEW Europe.

Die 1.300 Mitarbeiter arbeiten in verschiedenen Geschäftsbereichen der DB, zum Beispiel bei DB Netz, bei DB Zeitarbeit und bei DB Services. Auch das Historische Archiv der DB ist ins Nordbahnhof-Carré umgezogen. Noch einziehen werden unter anderem DB International und die S-Bahn Berlin. Der Umzug der Mitarbeiter erfolgte aus verschiedenen Standorten, die nun aufgegeben werden, zum Beispiel die beiden Gebäude in der Ruschestraße und der Bornitzstraße in Berlin-Lichtenberg.

Die Entwicklung des Geländes am Nordbahnhof ist eingebettet in das Standortkonzept der Deutschen Bahn für Berlin. Am Sitz des Unternehmens in der Hauptstadt wurden die Büroarbeitsplätze im Wesentlichen auf drei Standorte konzentriert: den Hauptbahnhof mit 1.110 Arbeitsplätzen in den Bügelbauten, den Potsdamer Platz, wo ebenfalls 1.100 Mitarbeiter beschäftigt sind, und den Nordbahnhof mit dem Nordbahnhof-Carré und dem Stettiner-Carré mit insgesamt 3.700 Arbeitsplätzen.

In Berlin ist die DB der größte Arbeitgeber. Das Unternehmen sichert durch Aufträge und Effekte aus Einkommen allein bei den regionalen Unternehmen der Dienstleistungs- und Zulieferindustrie tausende weitere Arbeitsplätze. Die Bahn bildet derzeit in Berlin 814 junge Menschen in zukunftsorientierten Ausbildungsberufen aus.

9. Mai 2011